Sexualität(en) und Geschlechts-
identität(en) im Hochschulraum

Sexualität(en) und Geschlechtsidentität(en) im österreichischen Hochschulraum: Zwischen Alltag und Tabu

Bei dieser Tagung sollen einerseits bestehende sowie gewünschte gesetzliche respektive institutionelle Regelungen zu geschlechtlichen Identitäten, Diversitäten und tatsächlicher bzw. gewünschter Inklusion, andererseits Grundsätzliches inklusive Beratungs- und Vermittlungsstellen bzw. -gremien, Interventionsmechanismen und -instrumente erörtert werden. Des weiteren sollen Fragen des Verhältnisses Täter/innen – Opfer sowie eine mögliche Rollenumkehr diskutiert werden.

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Programm

Wann
04.06.18
09:00-16:30
Wo
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Fanny Hensel-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien
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Veranstaltungsprogramm

  • 09:30

    Registrierung, Begrüßungsgetränke

  • 09:50

    Begrüßungen und Eröffnung

    Moderation: Mag.a Beate HAUSBICHLER (die standard)

    • Rektorin Mag.a art Ulrike SYCH, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wien
    • Dr.in Iris RAUSKALA, Sektionschefin im BMBWF, Wien
    • Dr. Josef LEIDENFROST, MA (Mediation), Ombudsstelle für Studierende im BMBWF, Wien
  • 10:00

    Impulsreferate Teil 1/1: Sexuelle Identitäten

    • Dr.in Iris RAUSKALA, Sektionschefin im BMBWF, Wien:  Die Arbeitsgruppe Verbreiterung der Gender-Kompetenz in hochschulischen Prozessen
    • Univ.-Prof.in Dr.in Silvia ULRICH, Institut für Legal Gender Studies, Johannes-Kepler-Universität Linz: Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität(en) im Lichte der Menschenrechte
    • Mag.a Dr.in Andrea B. BRAIDT, MLitt, Vizerektorin für Kunst | Forschung, Akademie der bildenden Künste; Wien: Non-binary universities. Maßnahmen zur Stärkung der Geschlechterdiversität an Universitäten in Österreich. Projektbericht
  • 11:00

    Kaffeepause

  • 11:30

    Impulsreferate Teil 1/2: Sexuelle Identitäten

    • Ao.Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Edith GÖßNITZER, Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, Karl-Franzens Universität Graz, ARGE GLUNA: Die Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen: Aufgabenbereiche, Maßnahmen, Erfahrungen
    • Univ.-Ass. Mag. Marko KÖLBL, PhD, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wien: Senats-AG queer_mdw: Universitäten verqueert strukturieren
    • FH-Prof.in Mag.a Ulrike ALKER, MA, FH Campus Wien, Wien: Bitte sprechen Sie mich nicht mit Frau oder Herr an! – Vielfältige Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen in Studium, Lehre und Arbeit an Hochschulen
  • 12:30

    Mittagsimbiss

  • 13:15

    Impulsreferate Teil 2: exualität als Machtinstrument / Sexuelle Belästigungen im Hochschulalltag

    • Alex MÄHR, Philipp ROUSCHAL, queer_referat – Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft, Wien: Lage von trans, inter* und nicht-binären Studierenden
    • Dr. Christoph WOLF, CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH, Wien:  rbeits- bzw. dienstrechtliche sowie disziplinarrechtliche Aspekte sexueller Belästigung an Hochschulen inkl. Täter/innen-Opferrollen-Umkehr
    • Natalie SHARPE, University of Alberta, Edmonton, Kanada: exual Violence Policies on Canadian Campuses
  • 14:30

    Zwischenkaffee

  • 14:45

    Arbeitskreise

    Arbeitskreis A: Vorsitz:

    Vorsitz: VRin Mag.a Gerda MÜLLER, Vizerektorin für Organisationsentwicklung | Gender & Diversity, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

    • Inter*, Trans* und Non-Binary: Wie richtig „verwalten“?

     

    Arbeitskreis B:

    Vorsitz: Ao.Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Edith GÖßNITZER, Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, AG Wirkstoffentwicklung und Genderpharmazie, Karl-Franzens Universität Graz, ARGE GLUNA:

    • Sexuelle und geschlechtsbezogene Belästigung und was dagegen wie tun?

     

  • 16:00

    Berichte aus den Arbeitskreisen

    Schlussrunde, Zukunftsempfehlungen

Über diese Tagung

Mit der seit den späten 1960er Jahren (1968!) veränderten gesamtgesellschaftlichen Sexualmoral stellen sexuelle Selbstbestimmung und sexuelle Identität(en) in den 2010er Jahren einen wesentlichen Bestandteil in menschlichen Interaktionen dar. Durch zunehmende massen- und sozial-mediale Thematisierung sexueller Orientierungen und Beziehungsformen ist Sexualität alltagspräsent. Im Kontext sexueller Belästigungen treten (nicht nur aber auch) on-line öffentliche Abhandlungen teilweise nur partiell anonyme Sachverhaltsdarstellungen (recte: Anschuldigungen) auch im hochschulischen Zusammenleben auf.

Bei dieser Tagung sollen einerseits bestehende gesetzliche respektive institutionelle Regelungen für und an Hochschulen zu geschlechtlichen Identitäten, Diversitäten und tatsächlicher bzw. gewünschter Inklusion, andererseits Grundsätzliches

inklusive hochschulischer Beratungs- und Vermittlungsstellen bzw. -gremien, Interventionsmechanismen sowie -instrumente erörtert werden, des Weiteren disziplinar- und dienstrechtliche Fragen zu Täter/innen – Opfer-Verhältnissen sowie mögliche Rollenumkehrungen.

In zwei parallelen Arbeitskreisen werden die Themen Inter*, Trans* und Non-Binary: Wie richtig „verwalten“? sowie Sexuelle und geschlechtsbezogene Belästigung und was dagegen wie tun? behandelt. Danach sollen Zukunftsempfehlungen auch und vor allem zu notwendig erscheinenden Gesetzes-Änderungen erstellt werden.